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Schon bald nach der Gründung des Männer
Klosters auf dem Berg, wurde zunächst auf der Westseite des Berges eine
Klause (coenobiolum seu reclusorium) für Nonnen erbaut. Die
Bewohnerinnen waren meist von Adel.
Nach vielen Jahren sei die eingerichtete
Frauenklause für Benediktinerinnen, um der Ruhe der Nonnen wie der
Mönche willen, gegen 1130 an den Fuß des Berges verlegt worden.
Der Rheingraf Richolf stiftete hierzu dem Kloster das Hofgut "St. Georg"
in der Gemarkung Winkel und gab gleichzeitig seinen Sohn und seine
Tochter in das Kloster. Richolfs Nachfolger, sein erstgeborener Sohn
Ludwig trat 1140 mit seiner Gattin ebenfalls dem Konvent bei.
Noch im zwölften Jahrhundert lösten sich dann die Nonnen
vorn Mönchskloster ab und siedelten in den St. Georgshof. Der Hof wurde
zum Kloster ausgebaut und die erste Kirche wurde erbaut, von der sich
bis heute noch die romanischen Kapitelle erhalten haben.
Um 1170 erhielten die Nonnen "de Clusin" (der Klause)
einen Brief der hl. Hildegard. Als "sanctimoniales sancti Georgi "
(Nonnen des heiligen Georg) erscheinen sie dann um 1180 in der Binger
Güterliste (Rotulus). Das Nonnenkloster
blieb offensichtlich lange Zeit in Abhängigkeit des Mönchsklosters auf
dem Johannisberg. Obwohl in den
Urkunden dieses geistliche Institut stets Kloster genannt wurde, besteht
die Bezeichnung "Klause" wohl zu Recht, da niemals vom Vorhandensein
eines Kreuzganges - er gehört zum Klausurmäßigen Eigenleben eines
Konvents - berichtet wurde. An
einer Urkunde aus dem Jahr 1317 befindet sich erstmals das spitzovale
Siegel des Nonnenklosters. Es zeigt den heiligen Georg stehend und in
Rüstung - in der rechten Hand das Schwert und in der linken das Schild
haltend. Auf dem Gewand über der Rüstung befindet sich ein Kreuz. |