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Außerdem gründete Sie eine Stiftung für "kranke und
bedürftige Leute". Aus einem Brief des hiesigen
Pfarrers Labonte vom 17. Juni
1911 entnehmen wir das "Die hier begüterte Frau v. Mumm,
liberal-politisch und von 4 Millionen Mark Einnahmen jährlich, sich
bereit erklärt, eine Kleinkinderbewahrschule (Kindergarten)
einzurichten".
Bei einer Weinprobe im Jahr 1911 lies Emma Mumm den Gästen
den Wein einschenken, der ihre Familie einst zu großem Reichtum
verholfen hatte: den 1811er Johannisberger Schlosswein.
Für Ihre großen Verdienste um Johannisberg wurde sie
im Jahr 1913 zur Ehrenbürgerin Johannisbergs ernannt.
Auch für die Johannisberger Vereine war Emma Mumm da.
So stiftete sie z. B. bei der Gründung des hiesigen Fußballvereins "SV
Johannisberg" im Jahr 1919 einen namhaften Betrag zur Anschaffung der
ersten Bälle. In Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg
(1870/71) - der zur
Gründung des Deutschen Reiches führte - stiftete Emma Mumm das
Kriegerdenkmal - das sich am rechten Waldrand über der Schloßheide
befindet. Am 30.
September 1921 wurde es
eingeweiht. An der feierlichen Einweihung beteiligten sich ca. 500
Personen - zum Teil mit Fahnenabordnungen - und Frankfurter
Schülerinnen, aus dem in unmittelbarer Nähe liegenden Schülerheim, mit dem
Liedvortrag: "Auferstehung". |